Donnerstag, 19. November 2020

Rezension: Und mit mir die Dunkelheit von Daniel Leitner

 Was als blutiger Streich begann, wird bald schaurige Realität. Als ein Gruppe Jugendlicher die Familie der sechzehnjährigen Winter überfällt, beginnt ein Kampf ums Überleben, doch wer in dieser Nacht stirbt oder überlebt, entscheidet der Prophet.

„Und mit mir die Dunkelheit“ von Daniel Leitner ist ein Genre-Mix aus Horror und Thriller, leider konnte mich die Story nicht immer fesseln. Auf den ca. 250 Seiten wird die Handlung ziemlich schnell vorangetrieben. Hier hätte ich mir gewünscht mehr über die einzelnen Charaktere und deren Beweggründe zu erfahren. Ein weiterer Kritikpunkt, ist die Tatsache, dass das Buch nicht in Österreich spielt, wo Daniel Leitner wohl lebt. Ich finde es immer schwer, wenn Autoren ihre Handlung an fremden Orten spielen lassen, hier fehlt mir das Lokalkolorit.

Als ziemlich positiv empfand ich die vielen Wendungen und das Ende der Geschichte, nicht weil die Geschichte vorbei war, sondern weil das Ende auf einen zweiten Band hoffen lässt.


3,5 von 5 Sternen

Dienstag, 17. November 2020

Im Weltkrieg der Andern. Politischer Roman von E. Dannert 1925

Wir schreiben das Jahr 1925. Das Rheinland ist besetzt, während die Briten die besetzte Kölner Zone räumen und an das Deutsche Reich zurückgeben wollen, besetzen französische Truppen die Zone und verstoßen so gegen Abmachungen mit ihren ehemaligen Verbündeten. Schnell stellt sich heraus: Frankreich hat sich zusammen mit dem Völkerbund jahrelang auf dieses Szenario vorbereitet. Es entsteht ein neuer Weltenbrand, der anfangs hauptsächlich in Afrika ausgetragen wird, dann aber schnell auf den Rest der Welt übergreift.

Als ich von diesem Buch erfahren habe, musste ich es mir unbedingt im Antiquariat besorgen. Ich finde es interessant darüber nachzudenken: Was wäre gewesen, wenn…

Das Lesen war anstrengend, da der Text in Fraktur gedruckt wurde, außerdem ist die Sprache ist typisch für die Zeit um 1920. Als Leser bekommt man ein Gefühl für die Stimmung der „nicht immer goldenen Zwanziger“. Das Buch beschreibt die Sehnsucht der Deutschen nach der Rückgabe ihren Kolonien.

Ein interessantes Setting, das zeigt, wie Geschichte auch hätte verlaufen können. 


Achtung: Bei dem Cover zu meiner aktuellen Rezi handelt es sich um ein Buch, aus dem Jahre 1925 Das Cover entspricht der damaligen Zeit und deren Sichtweise. Diese Sichtweise spiegelt nicht meine Einstellung wider, ich will nur das Cover als Dokumentation und Vervollständigung meiner Rezi verwenden. Da Menschen das Cover verletzend oder verstörend finden könnten, zeige ich es nicht direkt

zum Cover


Freitag, 13. November 2020

Der Anschlag von Stephen King - Rezension

 Wir schreiben das Jahr 1963. Es ist der 22.November, 12:29 gleich werden zwei Schüsse den 35. Präsidenten der USA töten und die Geschichte für immer beeinflussen, doch was, wenn man dieses Geschehen ungeschehen machen könnte? Was wenn man die Möglichkeit hat, in den Verlauf der Zeit einzugreifen? Jake Epping hat diese Möglichkeit, doch die Vergangenheit will sich nicht verändern lassen und versucht alles Jake davon abzubringen.

Man kann Stephen King sicher vieles vorwerfen, was aber definitiv nicht dazugehört, ist die die Tatsache, dass er schlecht oder gar nicht recherchieren würde. Die Ereignisse vom 22. November 1963 haben mich nie besonders interessiert, aber durch das Buch habe ich sehr viel über diesen Tag, sowie über die Begleitumständen erfahren. Für sein Geld bekommt man nicht nur einen ein spannendes, sondern auch ein detailreiches, lehrreiches Buch rund um die Ereignisse am 22.November. Ich persönlich finde das Thema Zeitreise in Büchern sehr schwer umzusetzen, oft wirken die Geschichten zu sehr „gestellt“ und zu kitschig. King hat diese Problematik perfekt gelöst, was mich sehr überrascht hat.

Punktabzug gibt es in meinen Augen für die (Achtung Spoiler) Liebesgeschichte mit Sadie. Mit dieser zentralen Figur bin ich nicht warm geworden, auch die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt, war für mich unglaubwürdig, Stichwort Napfkuchen.

„Der Anschlag“ von Stephen King ist spannend geschrieben zieht sich aber im Mittelteil ein wenig. Wer aber bis zum Ende durchhält, bekommt eine spannende Geschichte zur Geschichte geliefert.

4 von 5 Sternen



Rezension: Wer fürchtet sich vor Stephen King? von Uwe Anton

Das Buch „Wer fürchtet sich vor Stephen King“ gibt einen guten Einblick über die Entstehungsgeschichte der älteren Werke von Stephen King. Leider meint der Autor etwas zu gut und gibt den gesamten Inhalt der einzelnen Bücher wieder, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss, WENN man diese Werke bereits kennt. Was mir aber ziemlich gut gefallen hat, sind die Passagen, wo King auch kritisch beäugt wird im Bezug auf die Vermarktung und die Gewinnmaximierung seiner Bücher. Wer sich "fun facts" über den Meister des Horrors erhofft, wird wahrscheinlich enttäuscht werden, aber wer ein kleines, kompaktes Nachschlagewerk sucht, für den ist dieses Buch genau richtig.

3,5 Sterne

Freitag, 6. November 2020

Rezension: Liebes Kind von Romy Hausmann - Bloggerstory





Irgendwo in einem abgeschiedenen Wald nahe der tschechischen Grenze steht mitten im Wald eine fensterlose Hütte. Die junge Studentin Lena lebt dort mit ihren zwei Kindern sowie ihrem „Mann“, doch von Harmonie keine Spur, denn der Vater bestimmt die Regeln. Feste Zeiten fürs Essen, zum Lernen und zum Toilette gehen bestimmen den Alltag der Familie. Im Gegenzug versorgt der Mann die Familie mit Lebensmitteln und „Schutz“ vor den Gefahren, die draußen lauern. Eines Tages gelingt Lena und den Kindern die Flucht und der Albtraum beginnt von vorne.

In „Liebes Kind“ von Romy Hausmann ist nichts, wie es zu sein scheint. Zwar beginnt die Geschichte gut und spannend, man fühlt mit den einzelnen Protagonisten buchstäblich mit und fragt sich, wie war es und wie ist es wirklich, jedoch lässt die Spannung plötzlich nach. Es gibt es zu viele Wendungen, die die Geschichte unglaubwürdig und sogar nervig wirken lassen. Was anfangs wirklich ausgereift war, wirkte plötzlich plump und einfach. Auch das Ende hat mich ziemlich enttäuscht, aus einem Psychothriller wurde plötzlich ein Actionthriller, es stand plötzlich nicht mehr der „psychologische“ Machtkampf zwischen Entführer und Opfer im Vordergrund, sondern die pure Action. Wirklich schade für ein Buch, was so gut begonnen hat.

3, 5 von 5 Sternen




Donnerstag, 5. November 2020

Rezensionsexemplar: Rezension: Dein Tod ist mein Freund von Drea Summer - Bloggerstory

 



Familie Körner erfüllt sich einen langersehnten Traum. Helga und ihr Mann Frank und ziehen von Deutschland ins eigene Haus nach Österreich. Dort, in der Steiermark, könnte das Leben sehr schön sein, wäre da nicht das Gefühl ständig beobachtet zu werden. Als dann Helga mysteriöse Botschaften zugespielt werden und die Nachbarn das Ehepaar meiden, wird klar, irgendwas stimmt hier nicht. Doch was hat das alles zu bedeuten und was hat das einsame Haus am Waldrand damit zu tun?

"Dein Tod ist mein Freund" besticht durch ehrliche „Handwerkskunst“. Die Kapitel sind kurz und knackig geschrieben, die Sprache ist solide und bodenständig ohne unnütze Floskeln. Zwar ist die ein oder andere Formulierung vielleicht etwas „unpassend“, was aber den Lesegenuss nicht im Geringsten schmälert, sondern eher hervorhebt. Das Buch ist eben keine Massenabfertigung wie manch ein Fitzek. "Dein Tod ist mein Freund" war mein erstes Buch von Drea Summer, aber sicher nicht mein letztes.

4 Sterne




"Bloggeralltag" - OBM 2020





Wunschvorstellung vs. Realität

Früh aufstehen, dann ein Glas frisch gepresster O-Saft, ein Kaffee, offenfrische Croissants.Man startet den PC, genießt seinen Kaffee und fängt an zu „bloggen“. Wir nehmen uns Zeit, schreiben Autoren oder Verlage an, beantworten E-Mails, trinken unseren zweiten Kaffee, schreiben ein paar Beiträge für den Blog, machen superschöne Bilder, schalten den PC aus, nehmen uns ein Buch und lesen. So schön könnte der „Bloggeralltag“ sein. Leider entspricht diese Vorstellung nicht der Realität, denn „ehrliches“ Bloggen ist gar nicht so einfach. Ich würde behaupten, der größte Teil der Blogger betreiben ihren Blog als “Hobby“, also nichts mit aufstehen und sich gemütlich bei einer Tasse Kaffee an den PC setzen und anfangen. Wir Blogger müssen unser Hobby in unserer Freizeit nachgehen, also eher aufstehen oder länger wach bleiben, frühstücken, an die Arbeit, heimkommen, Familie, Haushalt. Dann noch etwas bewegen, bloggen, lesen ab ins Bett.

Was ist „ehrliches Bloggen“ und warum ist es so wichtig?

Wenn wir über Bücher oder ein anderes Hobby schreiben, dann sollten wir zu uns und vor allem auch zum Autor, Verlag etc. ehrlich sein. Eine gute Bewertung ist zwar für alle Beteiligten auf den ersten Blick sehr schön, bringt aber (im Bezug auf Bücher) den Autor nichts. Autoren brauchen konstruktive Kritik, um sich weiterentwickeln zu können. Deswegen ist eine auf den ersten Blick eine „schlechtere Bewertung“, wenn sie die eigene ehrliche Meinung widerspiegelt, konstruktiv und am besten noch ausführlich beschrieben ist, für alle Beteiligten mehr wert. Auch zukünftige Leser können, wenn sie eine ehrliche Rezension lesen, besser für sich entscheiden, ob sie dieses Buch / Produkt kaufen wollen. Auch der Blogger selber kann von ehrlichen Rezensionen profitieren. Denn sind wir mal ehrlich, welcher Leser hat das Glück nur gute Bücher zu lesen? Es gibt bei Social Media oder bei Blogs leider ganz viele, die nur 4-5 Sterne vergeben, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sie sehr viel Glück bei der Auswahl ihrer Bücher haben (was sehr unwahrscheinlich ist) oder, dass sie keine „schlechten“ Bewertungen posten und dann nicht ehrlich sind.

Rechtliches und die Qual der Wahl

Bevor wir einen Blog anfangen, gibt es einige Sachen zu beachten, z.B. welchen Blog-Anbieter nehme ich, brauch ich ein Impressum, was muss drinnen stehen, was ist mit der DSGVO, welche Zielgruppe will ich mit meinem Blog erreichen und vieles mehr. Selbst bei „Social Media“ müssen wir „leider“ inzwischen aufpassen, Kennzeichnungspflicht für Beiträge, um nur eins zu nennen. Selbst wenn unser Blog steht, müssen wir uns mit diesen Themen beschäftigen, denn die rechtlichen Gegebenheiten können sich jederzeit ändern.

Keine Angst vorm Bloggen

Im Internet gibt es unzählige Seiten, die sich mit dem Thema Bloggen beschäftigen und super hilfreiche Tipps haben. Auch Youtube ist hier eine wunderbare Quelle.

Schaut euch um, was es gibt und was euch gefällt. Es gibt so viele Möglichkeiten einen Blog zu betreiben, da ist für jeden etwas dabei.

Der Anfang macht ein wenig Arbeit, aber wenn man übers Bloggen Menschen kennenlernt, die ähnliche Bücher lesen, kommt es zu guten Gesprächen, die die "Arbeit" (aber eigentlich soll es ja Spaß machen ;-) ) auch rechtfertigen. 

Somit nicht verzweifeln, wenn der Besucherzahlen oder Follower gering bleiben, wichtig ist, dass das Bloggen Spaß macht und man am Ball bleibt.

Also ran an die Tasten.








Mittwoch, 4. November 2020

Autorenvorstellung/Autoreninterview Drea Summer Autorin des Thrillers "Dein Tod ist mein Freund"

Hallo Frau Summer, vielen Dank für deine Zeit, zum Anfang des Interviews hast du nun die Möglichkeit sich bei deinen Protagonisten zu entschuldigen.

  • Also, ich entschuldige mich auf keinen Fall bei meinen Protas. Die sollten sich eher bei mir entschuldigen, wenn sie ständig ein Eigenleben entwickeln und sich keiner ans Drehbuch hält.

1. Stadt oder eine einsame Hütte am Waldesrand? 

  • Ach, ich bin für die einsame Hütte. Wlan, fließendes Wasser und Strom reichen mir schon. Ich mag ja die Natur sehr gerne. :-) 

2. Wie würdest du reagieren, wenn du in deiner Tasche einen Zettel mit Zahlen und Buchstaben finden würdest? 

  • Vermutlich sofort wegschmeißen und hoffen, dass ich nicht noch einen finde. Auf keinen Fall würde meine Neugier so groß sein, dass ich dieses Rätsel auch wirklich lösen möchte. *lautloslach* Ich weiß ja, was passieren kann. ;-)

3. Weiße oder lieber schwarze Rosen ? 

  • Ich finde schwarze Rosen sehr schön. Sie sind eleganter als weiße. :-) 

4. Sammelst du Puppen? 

  • Oh nein. Ich hasse Puppen. Schon ein kleines Mädchen war mir Lego lieber. Alles klar? *lautloslach* Ich sammle nur Bücher  :-D

5. In deinem Buch spielen Zahlen eine wichtige Rolle. Was ist dir wichtiger, dass der Leser miträtselt oder sich gruselt? 

  • Miträtseln find ich selbst immer super. Aber der Gruselfaktor muss natürlich auch gegeben sein. Ich denke mal, die Mischung macht es.

6. Hast du selber auch so einen "netten" Nachbarn? Oder gibt es kein reales Vorbild? 

  • Ach, weißt du, es gibt da schon hin und wieder eine Szene drin, die ich auch so erlebt habe. Aber da war der Hintergrund ein anderer. ;-) Mehr aus dem Nähkästchen plaudere ich nun aber nicht. 

7. Lieber eine Nacht auf dem "Friedhof der Kuscheltiere" oder eine Nacht im "Haus der Puppen"? 

  • Uih...schwierige Frage. Das Haus ist schon sehr creepy. Das fand ich als Kind schon sehr schaurig. Und der Friedhof ... Muss ich mich wirklich entscheiden? Ich bin ja so ein Angsthase *lach*

8. Wieviel "Daisy Duck" steckt in dem Hund Daisy ?

  • Daisy basiert auf keinem realen Vorbild. Ich mag die Rasse Golden Retriever einfach sehr gerne und der Name Daisy fiel mir als Erstes ein. Ich fand den Hund passend zu meiner Helga. Also da gibt es keine wirkliche Hintergrundgeschichte.

Vielen Dank für das Interview.
 
Mehr zur Autorin:

Dienstag, 3. November 2020

Vorstellung Person/Blog - Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?

 







„Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ (Buch von Richard David Precht)

Ich liebe „gute Bücher“, wobei „gut“ ja immer relativ ist. Bücher sind für mich wie eine Reise zu fremden Welten. Jedes Buch und jeder Autor hat so seine Eigenarten, sei es eine bildhafte Sprache, die Fähigkeit, einen zu fesseln oder eine von 1000 anderen Besonderheiten und diese Besonderheiten liebe ich zu entdecken. Selten breche ich ein Buch ab, es ist zwar kein "Verbrechen" (Buch von Ferdinand von Schirach), aber dennoch fühle ich mich ein wenig schuldig. Bücher sind für mich meine täglichen Begleiter, ich kann immer und überall lesen, fast wie ein „Talisman“ (Buch von Stephen King) habe ich immer ein Buch dabei. Ich persönlich würde mich nicht als „Der Experte“ (Buch von Mark Allen Smith) in Sachen Bücher bezeichnen oder gar als „Der Spezialist“ (Buch von Mark Allen Smith) in Sachen Rezensionen schreiben, aber dafür versuche ich immer fair über ein Buch zu schreiben. Autoren werden mir immer ein „Mysterium “(Buch von Federico Axat) sein, woher nehmen die nur ihre Ideen?


Hier noch ein paar Fakten über mich

-         Noch 35 Jahre alt

-         Verheiratet

-         Kein Psycho wie Patrick Bateman (AmericanPsycho)

-         Ich liebe Apfelstrudel

-         Lieblingsautoren; Preston & Child, Stephen King, F.Paul Wilson...

-         Ich war ein „Liebes Kind" (Romy Hausmann) sagt jedenfalls meine Mama. 

Noch Fragen? 

Dann schreibt mir, ich würde mich freuen.