Mittwoch, 6. Januar 2021

Frankfurter Fake News von Robert Maier - Rezensionsexemplar/Rezension

Eigentlich könnte der ehemalige IT-Experte Olaf sein Leben als Rentner völlig genießen, stattdessen nutzt er seine IT-Fähigkeiten um seinen Sohn Tobias, der bei der Frankfurter Mordkommission arbeitet, tatkräftig zu unterstützen. Natürlich heimlich und ohne Wissen von Tobias. Olafs Geheimwaffe ist ein von ihm programmierter Computervirus, der manchmal seltsames Eigenleben führt. In seinem aktuellen Projekt wird ein Deutschtürke in seinem Reisebüro in Frankfurt Bockenheim erschossen. Bei seinen Recherchen stößt Olaf bald auf Online-Gruppen, die Fake News verbreiten und dadurch Menschen manipulieren, selbst vor Mord schreckt die Gruppe nicht zurück.

Leider ist das Thema „Fake News“ ziemlich aktuell. Jeder der in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, ist schonmal mit ihnen in Berührung gekommen. Der Autor Robert Maier schafft es, das Thema perfekt in seinem Buch zu verarbeiten. Er zeigt auf, wie „Fake News“ funktionieren, wie man diese erkennt und welche Netzwerke Nutzen daraus ziehen.

Leider konnte der Fall mich aber nicht fesseln. Olafs Sohn Tobias wirkt eher wie ein pubertierender Teenager, als wie ein Mitglied der Frankfurter Mordkommission. Auch mit Olaf selbst bin ich nicht warm geworden. Olaf wirkt zu abgebrüht, zu routiniert, als wäre er schon immer „Privatdedektiv“ gewesen. Auch die Handlung dümpelt so vor sich hin, mir hat die „Action“ sowie mehr richtige Polizeiarbeit gefehlt, der Mord an den Reisebürobesitzer klart sich quasi fast von alleine auf. Positiv ist das Lokalkolorit, nicht nur die gute Frankfurter Küche hat ein „Gastspiel“ sondern auch typische Frankfurter Eigenarten kommen vor.

Als reinen Roman betrachtet, war das Buch nicht so meins, aber als spannendes Buch zum Thema „Fake News“ und wie man diese erkennt, einfach klasse. Ich selber habe aus diesem Buch gelernt in Social Media besser aufzupassen und mehr auf Fake News zu achten.

2,5 Sterne

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Dienstag, 5. Januar 2021

Die nordische Mythologie für Dummies von Christopher und Amy Hackney Blackwell - Hörbuch - MEINUNG

Klappentext: Die nordische Mythologie erzählt die Geschichten um Thor und Freya; vom Drachentöter Siegfried und König Artus. Begeben "Sie" sich mit diesem Hörbuch in die Welt der Götter, Helden und Zwerge und tauchen "Sie" ein in die spannenden Geschichten von Kriegern, Schlachten und Ungeheuern.

Meinung: Wie jedes Buch, welches ich von der "Dummies Reihe" gelesen habe (dies war mein erstes Hörbuch), war auch dieses völlig okay, um einen Überblick über ein bestimmtes Thema zu bekommen, mehr aber auch nicht. Die Spielzeit von ca. 1 Stunde und 10 Minuten ist für so ein umfangreiches Themengebiet wie die Nordische Mythologie ziemlich knapp bemessen. Um einen kleinen Eindruck über Namen und Figuren zu bekommen vollkommen in Ordnung, nicht mehr und nicht weniger.

Montag, 4. Januar 2021

Rezension: Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman - Hörbuch

Inhaltsangabe: Warum bebt die Erde? Wie entstanden Ebbe und Flut? Wie kam die Poesie in unsere Welt? Neil Gaiman erzählt die nordischen Sagen und Mythen neu mit Witz und Sinnlichkeit, voller Zuneigung und Neugierde. Wir machen Bekanntschaft mit dem mächtigen Odin, reisen mit Thor und seinem Hammer durch die neun nordischen Welten. Wir sind bezaubert von den Göttern und entsetzt von mancher Skrupellosigkeit.

Mach dir die Sagen zu eigen, erzähle sie weiter an den langen kalten Winterabenden, in den lauen Sommernächten. Nach der Lektüre wirst du selbst die Wolken mit anderen Augen betrachten.

Das Hörbuch "Nordische Mythen und Sagen" passt perfekt in die dunkle Jahreszeit. Der Sprecher Stefan Kaminski schafft es, die Geschichte spannend und voller Leidenschaft vorzutragen. Man spürt quasi Thor´s Zorn, Odins Weisheit und Lokis Hinterlist. Wer bereits die Edda oder die nordischen Sagen generell kennt, kommt mit der Stimme von Stefan Kaminski zwar keine neuen Geschichten erzählt, aber die bekannten wunderbar vorgetragen.

5 Sterne

Dienstag, 29. Dezember 2020

Todesurteil von Andreas Gruber - Rezension

Bei Wien taucht die einst vermisste zehnjährige Clara ein Jahr nach ihrem Verschwinden plötzlich wieder auf, ihr gesamter Rücken ist voller Tattoos. Das traumatisierte Mädchen spricht kein Wort. Indessen nimmt an der BKA-Akademie in Wiesbaden der eigenwillige Profiler Maarten S. Sneijder mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Unter ihnen ist auch Sabine Nemez, Sneijders beste Schülerin, die nur durch Maarten S. Sneijders Fürsprechen an der Akademie aufgenommen wurde. Sabine entdeckt einen Zusammenhang zwischen den Mordfällen, doch was hat das aufgetauchte Mädchen aus Wien damit zu tun?

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez eines der sympathischsten Ermittlerduos im deutschsprachigen Raum sind zurück. Sneijder wirkt wie ein Mentor und Sabine wie eine lernwillige Schülerin, ein wenig erinnert mich das Zusammenspiel an Meister Yoda und Luke Skywalker aus dem Epos Star Wars. Maarten weiss, welche Knöpfe er bei Sabine drücken muss, um sie zu Höchstleistungen anzuregen. Auch Sabine mit ihrem Verstand und dickköpfigen Art gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte ist spannend geschrieben mit vielen Wendungen, Das Lokalkolorit in Wiesbaden samt BKA-Gebäude ist wirklich gut recherchiert. Alles in allen ist das Buch ein klasse Thriller und steht Band 1 in nichts nach. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

5 Sterne

Samstag, 12. Dezember 2020

Der Heimweg von Sebastian Fitzek - Rezension

Es ist Samstag. Klara ist auf dem „Heimweg“ und hat entsetzliche Angst; sie glaubt von einem bekannten Mörder verfolgt zu werden, den die Presse den Kalendermörder getauft hat. Jules, ihr telefonischer Begleiter vom Heimwegtelefon, versucht sie zu beruhigen, doch je länger das Telefonat dauert, desto mehr merken die beiden, dass Jules und Klara einiges verbindet. Aus dem Heimweg wird ein Wettlauf gegen die Zeit.

Würde man mich nach meinem Lieblingsbuch von Sebastian Fitzek fragen, wäre meine Antwort, "Der Seelenbrecher", dieses Buch war einfach genial, der Horror hat im Kopf des Lesers stattgefunden und nicht auf den einzelnen Seiten. "Der Seelenbrecher" ist für mich vielleicht der beste deutsche Psychothriller, den ich je gelesen habe! Leider ist "Der Heimweg" von Sebastian Fitzek das völlige Gegenteil. Im Grunde ist das Buch eine Aneinanderreihung von häuslicher und sexueller Gewalt gegen Frauen, die je weiter das Buch vorschreitet, immer mehr zunimmt. Der Horror findet also nicht wie beim Seelenbrecher  mehr im Kopf des Lesers statt, sondern wird teilweise genau beschrieben.

Auch die vielen stellenweise unrealistischen Wendungen sind nicht nur nervig, sondern auch überflüssig, stellenweise kam ich mir als Leser „verarscht“ vor. Die „Auflösung“ war zwar interessant, aber unglaubwürdig. Manchmal ist weniger eben mehr. Als positiv empfand ich das schwarze Cover sowie den schwarzen Buchschnitt. Lieber Herr Fitzek, sie haben mehrfach bewiesen, dass sie es nicht nötig haben, Gewalt so genau zu beschreiben und dass sie die Handlung besser aufbauen können. Bitte beim nächsten Buch mehr „Seelenbrecher“ anstatt "Heimweg".


2,5 Sterne von 5 Sternen


Donnerstag, 10. Dezember 2020

Rezension: Das Mädchen von Stephen King

Ein junges Mädchen kommt beim Wandern vom Weg ab, verliert ihre Mama und irrt alleine durch die Wälder Maines. Ihre Vorräte sind schnell aufgebraucht, das einzige, was ihr seelischen Beistand gibt, ist ein alter Walkman mit Radiofunktion sowie die Übertragungen ihrer Lieblings-Baseballmannschaft den Boston Red Sox, denn dort gibt es einen Spieler, der ihr besonders gut gefällt. Schafft es Trisha rechtzeitig aus dem Wald um zu überleben?

Als ich mit dem Buch „Das Mädchen“ angefangen habe, war ich sehr gespannt, schließlich ist Stephen King ein Garant für spannende und fesselnde Geschichten. Die ausführliche Erzählweise, die King ausmacht, gefällt mir eigentlich sehr gut.

Hier war sie allerdings recht nervig und hat die Geschichte künstlich in die Länge gezogen. Des Weiteren ist Trisha mit ihren neun Jahren ziemlich reif, dies macht die Geschichte in meinen Augen ziemlich unglaubwürdig. Ich hatte mir wirklich mehr von diesem Buch erhofft. 

3 Sterne

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Die Buchhandlung der Wünsche von Shinsuke Yoshitake -Buchvorstellung

 Klappentext:


Dies ist die Geschichte eines Buchhändlers, der alle Leser+innen-Wünsche erfüllt (tun sie das nicht alle?). Immer findet er das perfekt passende Buch, immer gelingt es ihm, Menschen zu beglücken, die Bücher lieben. In seinen Regalen findet man Bücher, die man nur bei Vollmond entziffern kann und solche, die speziell für Verliebte gemacht sind. Ratgeber über Anbau und Pflege von Bäumen, die Bücher als Früchte tragen und einen Reiseführer zur größten Unterwasserbibliothek der Welt.

Vorstellung:


Dies ist die Geschichte einer Buchhandlung voller Wunder für alle, die sich lesend und staunend neue Welten erschließen, ihren Horizont erweitern und neue Ideen kennenlernen wollen, die das Leben verändern. Für alle, die zwischen den Seiten eines Buches Träume suchen und finden oder einfach eine kleine Pause vom Alltag haben möchten. Für alle, die fest davon überzeugt sind, dass Bücher vielleicht noch kein Garant für ein glückliches Leben sind, aber ganz sicher ein wesentlicher Baustein
Das Buch “Die Buchhandlung der Wünsche“ ist vielleicht das schönste und mit Liebe verlegtes Buch der Welt für uns Bücherwürmer.  Das Buch ist für mich ist eine Hommage an den stationären Buchhandel. Die Illustrationen von Shinsuke Yoshitake sind nicht nur liebenswert gezeichnet, sondern gehen direkt ins Herz. Mit seinen 104 Seiten ist das Buch recht schlank aber vielleicht die Geheimwaffe gegen eine aufkommende Leseflaute, weil es uns bewusst macht, wieviel uns Bücher geben.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Die Friedensmacher: Wie der Versailler Vertrag die Welt veränderte von Margaret MacMillan - Rezension

 Das Ende des Ersten Weltkriegs führte zum Zusammenbruch von vier großen Reichen in Europa und zur ­folgenreichen Neuordnung des Kontinents  durch die Versailler Friedens­konferenz von 1919. Das Buch „Die Friedensmacher: Wie der Versailler Vertrag die Welt veränderte“ zeigt detailliert auf, vor welchen Herausforderungen die Sieger, allen voran die USA, England und Frankreich, standen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich das Buch nicht nur auf Europa, sondern auf die Auswirkungen weltweit bezieht. Wer sich für die Geschichte der letzten 100 Jahre interessiert kommt an diesem Buch nicht vorbei.


5 von 5 Sternen

Ampelmann: vom Verkehrszeichen zur Kultfigur

Jeder, der schon einmal in Berlin war, kennt die kleinen süßen Ampelmännchen, doch was hat es mit dieser Kultfigur auf sich?  Auf 120 bildreichen Seiten wird die Geschichte dieser Figur beleuchtet, die sehr eng mit der Geschichte Berlins verknüpft ist.