Freitag, 13. November 2020

Der Anschlag von Stephen King - Rezension

 Wir schreiben das Jahr 1963. Es ist der 22.November, 12:29 gleich werden zwei Schüsse den 35. Präsidenten der USA töten und die Geschichte für immer beeinflussen, doch was, wenn man dieses Geschehen ungeschehen machen könnte? Was wenn man die Möglichkeit hat, in den Verlauf der Zeit einzugreifen? Jake Epping hat diese Möglichkeit, doch die Vergangenheit will sich nicht verändern lassen und versucht alles Jake davon abzubringen.

Man kann Stephen King sicher vieles vorwerfen, was aber definitiv nicht dazugehört, ist die die Tatsache, dass er schlecht oder gar nicht recherchieren würde. Die Ereignisse vom 22. November 1963 haben mich nie besonders interessiert, aber durch das Buch habe ich sehr viel über diesen Tag, sowie über die Begleitumständen erfahren. Für sein Geld bekommt man nicht nur einen ein spannendes, sondern auch ein detailreiches, lehrreiches Buch rund um die Ereignisse am 22.November. Ich persönlich finde das Thema Zeitreise in Büchern sehr schwer umzusetzen, oft wirken die Geschichten zu sehr „gestellt“ und zu kitschig. King hat diese Problematik perfekt gelöst, was mich sehr überrascht hat.

Punktabzug gibt es in meinen Augen für die (Achtung Spoiler) Liebesgeschichte mit Sadie. Mit dieser zentralen Figur bin ich nicht warm geworden, auch die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchlebt, war für mich unglaubwürdig, Stichwort Napfkuchen.

„Der Anschlag“ von Stephen King ist spannend geschrieben zieht sich aber im Mittelteil ein wenig. Wer aber bis zum Ende durchhält, bekommt eine spannende Geschichte zur Geschichte geliefert.

4 von 5 Sternen



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