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Dienstag, 8. November 2022

Fairy Tale von Stephen King - Rezension

Das Leben war nicht immer fair zu Charlie Reade, mit sieben Jahren hat er seine Mutter verloren, sein Vater ist durch dieses Unglück den Alkohol verfallen. Charlie muss früh lernen, Verantwortung zu übernehmen. Als der inzwischen siebzehnjährige Charlie seinem Nachbarn, dem alten einsamen Mr Bowditch, das Leben rettet und beide sich "anfreunden", offenbart der alte Mann Charlie ein gefährliches Geheimnis, dass das Leben des jungen Mannes für immer verändern wird. Charlie begibt sich auf den Weg in eine fremde bösartige Welt, wo mächtige Kreaturen die Einwohner bedrohen und unterdrücken.

Das Stephen King auch Märchen schreiben kann, dürfte jeder Stephen King Fan, der das Buch „Die Augen des Drachen“ gelesen hat, bereits wissen, wobei der „märchenhafte“ Teil erst nach knapp 300 Seiten zum Vorschein kommt. Alles bis dahin ist eine interessante Coming-of-age Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Den märchenhaften Teil fand ich zeitweise zu vorhersehbar, mir persönlich hat das Besondere gefehlt. Auch die Bösewichte sind mir persönlich zu blass. Der finale Kampf zwischen Gut und Böse ist zu schnell abgehandelt, ich hätte bei dem Umfang des Buches und der Beschreibung der Bösewichten gewünscht, dass der finale Kampf spannungsvoller beschrieben wird.

Gelungen wiederum fand ich die vielen Querverweise zu anderen literarischen Werken wie z.b zu den Gebrüdern Grimm, H.P. Lovecraft oder Alice im Wunderland. Ein weiterer Pluspunkt wäre für mich gewesen, wenn Stephen King einen Verweis gegeben hätte, dass durch diese märchenhafte Welt, die uns bekannten Märchen und Geschichten in unsere Welt gekommen sind. Mit knapp 800 Seiten ist das Werk ziemlich umfangreich, lässt sich aber auf Grund der vielen Kapiteln gut lesen. Jedes Kapitel fängt mit einer ganz knappen Beschreibung an, was den Leser erwartet, so dass man sofort wieder in der Geschichte drinnen ist.

Ich würde gerne noch mehr über die Märchenwelt und ihre Figuren erfahren. Leider bleiben am Ende viele Fragen offen, aber vielleicht entführt uns King nochmal dorthin.

Fazit: Stephen King hat eine neue Welt erschaffen und uns einen leider nur recht kurzen Einblick gewährt. Die Verweise zu anderen Märchen und literarischen Werken peppen die Geschichte enorm auf, da sie stellenweise doch recht langatmig ist. 

4 von 5 Sterne



Donnerstag, 2. Juni 2022

Gwendys letzte Aufgabe von Stephen King - Rezension

Wir schreiben das Jahr 2026 und die sympathetische Gwendy ist zurück, inzwischen bekleidet sie ein hohes politisches Amt für Klimafragen und soll für wissenschaftliche Zwecke auf die Raumstation MF1. Im Gepäck hat sie den Wunschkasten, der mächtiger ist als je zuvor. Doch Gwendy hat eine eigene Mission und die ist gefährlicher als anfangs angenommen.

Ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut aber um es kurz zu machen, ich wurde (etwas) enttäuscht. Der dritte Band der Gwendy Reihe ist mir zu politisch, es fehlt die Magie und das Setting mit der Raumstation hat mich beim Lesen genervt. Aber erstmal die Reihe nach. Dass Stephen King kein Freund von Donald Trump ist müsste jeden klar sein, aber ein Buch, was eigentlich im Jahre 2026 spielt und in Rückblenden über Trump und seine politischen Freunde schreibt war mir „too much“, auch das Erwähnen der Corona Pandemie hat mir nicht gefallen. Auch fehlt mir die Magie des ersten Bandes, ich habe den ersten Band um den Wunschkasten geliebt, er hatte Magie, er war geheimnisvoll, leider ist davon im dritten Band kaum was übrig, auch über MR Farris (Der Hüter des Wunschkastens) erfahren wir leider kaum etwas neues. Positiv waren die Bezüge zu Pennywise und zur Dunklen Turm Reihe.

Fazit (Achtung Spoiler): Als Leser erfahren wir weder woher der Wunschkasten stammt, noch was es mit Mr Ferris auf sich hat. Auch wird zum Anfang der Reise zur Raumstation groß erwähnt, das es kein Internet auf der Station gibt, dennoch können die Crew und die Weltraumtouristen fleißig E-Mails hin und her versenden.

2,5 Sterne



Donnerstag, 3. März 2022

Die Arena von Stephen King - Rezension

Eigentlich ist Chester’s Mill eine beschauliche Kleinstadt in Maine. Als sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über die Stadt legt, sind die Einwohner komplett von der Außenwelt abgeschnitten, jeglicher Versuch die Kuppel  zu zerstören, schlägt fehl, plötzlich sind die Menschen in Chester’s Mill auf sich alleine gestellt. Eine Spirale der Gewalt beginnt.

Die Handlung baut sich langsam auf, als Leser merkt man schnell, dass sich ein Sturm über Chester’s Mill zusammenbraut. Das Tempo ist rasant, anfangs werden die einzelnen Personen in die Geschichte eingeführt, als Leser wird man quasi von Namen erschlagen. Die Charaktere sind zwar sehr gut aber stellenweise überzeichnet. Für mich persönlich geraten die Geschehnisse zu schnell außer Kontrolle, auch fehlt mir ein Blick auf die Kuppel von außerhalb. Das Buch ist aber sehr spannend geschrieben, es fällt dem Leser leicht mit den einzelnen Protagonisten mit zu fiebern und zu leiden. Das Buch lebt von Gewalt, wer damit nicht umgehen, dem kann ich das Buch nicht empfehlen.
 
Fazit: Die Arena ist vielleicht das sozialkritischste Buch von Stephen King. Auf den knapp 1296 Seiten werden  u.a die Themen Umweltverschmutzung, Machtmissbrauch, Gewalt, Drogenmissbrauch und Polizeigewalt behandelt.

TRIGGERWARNNG (kann Spoiler enthalten):
(Gruppen)Vergewaltigung, Drogenkonsum und Nekrophilie

4,5 Sterne


Montag, 20. Dezember 2021

Cujo von Stephen King - Rezension

Der schon recht alte, liebenswürdige Bernhardiner Cujo ist in ganz Castle Rock bekannt. Eines Tages wird er von einer Fledermaus mit Tollwut infiziert, aus dem liebenswerten Hund wird ein tödliches Monster. Doch der tollwütige Bernhardiner ist nicht der einzige Schrecken der Castle Rock heimsucht.

Stephen King braucht nicht viel um uns das Fürchten zu lehren, ein liegengebliebener Wagen, ein tollwütiger 200 Kg Hund, eine Mutter und ihr Sohn und ein paar heiße Sonnentage, die das Auto von Stunde zu Stunde mehr aufheizen. Obwohl ein wir einen Großteil der Geschichte bei Donna und ihrem Sohn Tad in deren Wagen verbringen, wird es zu keinem Zeitpunkt langweilt. Denn wärenddessen die beiden um ihr Leben kämpfen, kämpft Vic, Donnas Mann, um einen wichtigen Werbedeal beim Cornflakes-Hersteller 'Sharp“. Das Buch „Cujo“ ist das ideale Buch, für alle die noch kein Buch vom Meister des Horrors gelesen haben und nichts mit übernatürlichen Dingen anfangen können. Besonders haben mir die Passagen aus der Sicht von Cujo gefallen.

Fazit: Ein liegengebliebenes Auto und ein tollwütiger Hund, mehr braucht es nicht für ein erstklassiges Horrorbuch