Freitag, 26. Januar 2024

Buy Local

 Liebe Bücherfreunde,

heute möchte ich euch ein Thema ans Herz legen, das mir sehr wichtig ist: Buy Local. Was bedeutet das? Ganz einfach: Kauft lokal ein, statt online zu bestellen. Warum? Weil ihr damit nicht nur eure Lieblingsbuchhandlung unterstützt, sondern auch eure Stadt, eure Region und eure Umwelt.

Ich weiß, online zu bestellen ist oft bequem, schnell und günstig. Aber habt ihr euch mal überlegt, was das für Konsequenzen hat? Online-Bestellungen verursachen viel Verpackungsmüll, lange Lieferwege und hohe CO2-Emissionen. Außerdem schaden sie der lokalen Wirtschaft, denn sie entziehen ihr Geld, das sonst in der Region bleiben würde. Das gefährdet Arbeitsplätze, Vielfalt und Lebensqualität.

Deshalb plädiere ich dafür, dass wir uns alle mehr für unsere Stadt einsetzen und die Vorteile des lokalen Einkaufs nutzen. Denn wenn wir lokal einkaufen, fördern wir nicht nur die regionalen Wirtschaftskreisläufe, sondern auch die Attraktivität und den Charakter unserer Städte und Regionen. Wir erhalten die Einkaufsvielfalt und die lokalen Besonderheiten, die unsere Stadt einzigartig machen. Wir stärken die sozialen Bindungen und das Gemeinschaftsgefühl, denn wir kommen mit anderen Menschen in Kontakt, die unsere Leidenschaft für Bücher teilen. Wir profitieren von der Beratung und dem Service durch qualifiziertes Fachpersonal, das uns die besten Bücher empfehlen kann. Wir unterstützen kulturelle und soziale Projekte vor Ort, die unsere Stadt lebendiger und schöner machen.

Und das Beste: Wir können die Bücher vor dem Kauf ansehen, anfassen und testen. Wir können in ihnen schmökern, sie riechen und fühlen. Wir können uns von ihnen inspirieren, unterhalten und verzaubern lassen. Wir können uns mit ihnen eine Auszeit vom Alltag gönnen und in andere Welten eintauchen.

Das ist es, was Bücher für mich ausmacht. Und das ist es, was ich jedem wünsche. Deshalb sage ich: Buy Local. Kauft lokal ein, statt online zu bestellen. Ihr tut euch und eurer Stadt damit einen großen Gefallen.

Wie seht ihr das? Kauft ihr lieber lokal oder online ein? Was sind eure Gründe dafür? Ich freue mich auf eure Kommentare.





Montag, 15. Januar 2024

Das Karpatenschloss von Jules Verne - Meinung

Das Karpatenschloss ist ein Roman des französischen Autors Jules Verne, der erstmals 1892 unter dem französischen Titel “Le Château des Carpathes” veröffentlicht wurde.

Die deutschsprachige Ausgabe erschien 1893.

Die Handlung spielt in Karpaten/Transsylvaniens.

Der Schäfer Frik beobachtet das verlassene Schloss des Barons von Gortz und berichtet den Bewohnern des Ortes Werst von merkwürdigen Vorkommnissen. Trotz geheimnisvoller Stimmen und seltsamen Lichterscheinungen versucht der Förster Nick Deck zusammen mit dem „Arzt“ des Dorfes, das Schloss zu erkunden
Die Geschichte nimmt eine Wendung, als Graf Franz von Telek und seine Begleitung Rotzko im Dorf eintreffen. Das Buch ist eine Abenteuergeschichte mit der richtigen Prise Mysterium, Spannung und einem Tick Romantik.
Das Buch wurde 1981 als tschechoslowakische Filmkomödie unter dem Titel “Das Geheimnis der Burg in den Karpaten” adaptiert.



Samstag, 13. Januar 2024

Der Seite-69-Test

Sie möchten wissen, ob sich ein Buch lohnt? Dann probieren Sie den Seite-69-Test aus, den der kanadische Philosoph und Medientheoretiker Marshall McLuhan vorgeschlagen hat.

Der Test ist einfach: Lesen Sie sich Seite 69 eines beliebigen Buches durch. Wenn sie Ihnen gefällt, werden Sie vermutlich auch das ganze Buch mögen. Wenn nicht, lassen Sie lieber die Finger davon.

Marshall McLuhan war ein einflussreicher Denker, der sich mit den Auswirkungen von Medien auf die Gesellschaft beschäftigte. Er prägte Begriffe wie “das Medium ist die Botschaft”.

Was halten Sie von dieser Methode? Haben Sie sie schon einmal ausprobiert?



Freitag, 12. Januar 2024

Vergiss den Stapel ungelesener Bücher

Die Vorstellung, dass der Stapel ungelesener Bücher, die wir dringend lesen sollten oder wollen, ein Irrtum ist, ist weit verbreitet. Tatsächlich ist der Stapel ungelesener Bücher für jeden von uns gleich groß und so gewaltig, dass er nicht von einer Kamera erfasst werden kann. Es ist nicht nur ein Stapel, es können fünf Stapel, ein ganzes Regal oder sogar zehn Regale voller ungelesener Bücher sein. Es könnten Bücher sein, die in Bananenkisten oder ähnlichen Behältern verpackt und in der Garage, im Keller oder auf dem Dachboden gelagert werden.

Der Begriff “Stapel” bezieht sich hier einfach auf die Menge, und die Menge der ungelesenen Bücher ist für uns alle gleich - es ist die gewaltige Menge aller jemals geschriebenen Bücher. Wir sprechen nur von den Büchern, die für Sie zugänglich sind.

Es besteht absolut kein Grund für Minderwertigkeitskomplexe oder zum Jammern, weil man 100 Bücher zu Hause hat, die man noch nicht gelesen hat. Tatsächlich hat man Zehntausende von Büchern, die man noch nicht gelesen hat, sie liegen einfach nicht in der eigenen Wohnung. Die Menge der Bücher, die in einem Jahr in Deutschland erscheint, übersteigt bei weitem das, was ein Mensch in einem sehr langen Leben des unermüdlichen, schnellen Lesens bewältigen könnte.

Die Menge der ungelesenen Bücher übersteigt ein Leserleben in unfassbaren Dimensionen. 99,99999% aller jemals geschriebenen Bücher bleiben ungelesen. Lassen Sie sich also nicht von Ihrem Stapel ungelesener Bücher stressen. Wenn er Sie wirklich beunruhigt, denken Sie daran, dass Sie gut mit Büchern versorgt sind. Sie können jederzeit etwas Neues lesen und von einem Buch zum anderen springen.




Freitag, 5. Januar 2024

Agonie auf der Rolltreppe von Sebastian Kreimeier - Rezensionsexemplar

Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Wirtschaft, in Form von zwei Unternehmen, BuddyCorp im Westen und CopyCatGroup im Osten, dringen auch in die letzten Bereiche des täglichen Lebens ein. Freude, Träume und sogar die Namensgebung für Neugeborene unterliegen der Kontrolle der beiden Unternehmen, doch bevor dieser Konflikt ausarten kann, müssen die Konzerne dafür sorgen, dass die unteren Gesellschaftsschichten nicht rebellieren können. Mitten in den Wirren des allesverschlingenden Kapitalismus lebt Basti Fantasti, ein Jung-Akademiker, der nach seinem Studium arbeitslos ist und in einer tiefen Sinnlosigkeit verfällt. Soll Basti das „Spiel“ der beiden Konzerne mitspielen, oder gegen das System rebellieren?

Das Buch "Agonie auf der Rolltreppe" von Sebastian Kreimeier regt zum Nachdenken an. In was für einer Gesellschaft wollen wir in (naher) Zukunft leben und in wie weit lassen wir große Konzerne an unserem Leben teilhaben? Was darf der Markt und wo fängt die Ethik an? Das Buch ist voller solcher Fragen. Man muss beim Lesen schon konzentriert sein, um das ganze Ausmaß des Geschriebenen zu verstehen und zu verarbeiten, dadurch ging mir beim Lesen der rote Faden verloren. Auch die Entwicklung von Basti war für mich nicht ganz nachvollziehbar, vielleicht wäre etwas weniger am Ende doch mehr gewesen. Die Sprache ist sehr bildhaft. Die im Titel beschriebene Rolltreppe kann einmal als Karriereleiter verstanden werden, oder als kapitalistisches System, was immer höher hinaus will.

Fazit: Das Kapital von Karl Marx trifft auf 1984 von Georg Orwell. Für politisch und wirtschaftlich interessierte Menschen bietet dieses Buch eine breite Fülle an Themen.



Donnerstag, 4. Januar 2024

Der Weihnachtsabend von Charles Dickens

Der Weihnachtsabend” von Charles Dickens zählt zu seinen berühmtesten Werken und wurde 1844 veröffentlicht.

In der Geschichte erhält Ebenezer Scrooge in der Weihnachtsnacht Besuch von dem Geist seines verstorbenen Teilhabers sowie von drei weiteren Geistern. Diese Begegnungen führen dazu, dass Scrooge sein Leben komplett ändert. Die Geschichte ist bekannt für ihre berührende Botschaft und gehört zu den beliebtesten Weihnachtsgeschichten und wurde bereits mehrmals adaptiert.

Fazit: Was wäre Weihnachten ohne diese Geschichte?



Mittwoch, 3. Januar 2024

Von der Erde zum Mond von Jules Verne - Meinung

“Von der Erde zum Mond” ist ein Science-Fiction-Roman von Jules Verne, der 1865 veröffentlicht wurde. Die Geschichte handelt von dem Kanonenclub in Baltimore, der nach dem Sezessionskrieg beschließt, ein Geschoss zum Mond zu schicken. Trotz Widerstand und Herausforderungen wird das Projekt vorangetrieben, wobei Florida als geeigneter Standort für die Kanone ausgewählt wird. Ein Telegramm von Michel Ardan aus Paris schlägt vor, dass statt einer Kugel ein zylindrisch-konisches Geschoss mit ihm an Bord in Richtung Mond geschickt werden sollte.
Die Geschichte nimmt die Mondlandung um etwa hundert Jahre vorweg.

Die Geschichte beschäftigt sich hauptsächlich mit den Vorbereitungen der ersten Mondfahrt und ist dadurch sehr physik- und techniklastig. Jules Verne ist bekannt für seine gründlichen, detailreichen Recherchen zu technisch möglichen Abläufen und Geräten.

Ein interessanter Fun Fact: zu Ehren des berühmten Romanciers heißt heute ein Mondkrater „Jules Verne“.

Fazit: Die Amerikaner haben schon immer ihre Waffen geliebt, warum also nicht einen Menschen mit einer Kanone zum Mond schießen, mit dieser Besonderheit nimmt Jules Verne die Amerikaner aufs Korn.





Sonntag, 24. Dezember 2023

Schuld und Sühne von Fjodor Dostojewski - Meinung

“Schuld und Sühne” ist ein bedeutender Roman von Fjodor Dostojewski, der erstmals 1866 veröffentlicht wurde. Der Roman wurde, während Dostojewski laufend weitere Kapitel schrieb, als Feuilletonroman in 12 Fortsetzungen in einer Zeitschrift veröffentlicht.

Die Handlung des Romans spielt in Sankt Petersburg um 1860. Der Protagonist ist der bitterarme, aber überdurchschnittlich begabte, ehemalige Jura-Student Rodion Romanowitsch Raskolnikow. Raskolnikow entwickelt die Idee eines „erlaubten Mordes“, die seine Theorie „von den ‚außergewöhnlichen‘ Menschen, die im Sinne des allgemein-menschlichen Fortschritts natürliche Vorrechte genießen“ zu untermauern scheint. Um seine Theorie zu testen, ermordet er eine alte Pfandleiherin, die er für eine Schmarotzerin hält, und ihre unschuldige Schwester, die ihn überrascht. Er entkommt knapp der Entdeckung, aber er wird von Schuldgefühlen und Angst geplagt. Er verstrickt sich in ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem klugen Ermittler Porfirij Petrowitsch, der ihn verdächtigt, aber keine Beweise hat. Raskolnikow lernt auch die Prostituierte Sofja Semjonowna Marmeladowa kennen, die Tochter eines alkoholkranken Beamten. Raskolnikow fühlt sich zu ihr hingezogen, weil sie ebenfalls ein leidendes und schuldiges Wesen ist. Er gesteht ihr seinen Mord und sie versucht, ihn zur Reue und zur Selbstanzeige zu bewegen. Sie glaubt, dass er noch gerettet werden kann, weil er auch gute Taten vollbracht hat. In “Schuld und Sühne” verbinden sich eine Kriminalgeschichte mit psychologischer Spürsinn und mystische Weltanschauung. "Schuld und Sühne" gilt als einer der vollkommensten der Romane von Dostojewski.



Freitag, 22. Dezember 2023

Aphrodite von Charlotte Charonne - Rezensionsexemplar

Das Ermittlerdou Kommissarin Rubina Hiller und Kommissar Simon Peick sind zurück. Ein Mann wird brutal misshandelt, ein weiterer angegriffen, beide Männer sind ehemalige Mitschüler von Simon Peick. Bei Ihrern Ermittlungen stoßen die Ermittler auf ein Netz von Lügen und Schweigen. Simon wird schnell bewusst, dass die Opfer einiges zu verbergen hatten, doch nach und nach kommen die dunklen Geheimnisse ans Licht.

„Aphrodite“ von Charlotte Charonne ist bereits der dritte Band der Ruby-und-Spike-Reihe und kann ohne Vorkenntnisse der zuvor erschienenen Bände gelesen werden. Die Geschichte ist in sich schlüssig und lässt sich flüssig lesen. Charlotte Charonne beschönigt nichts und will, dass der Leser die grausamen Szenen miterlebt, was sehr viel Spannung erzeugt. Besonders zum Ende hin fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Autorin scheut nicht, das Thema Mobbing und dessen Folgen aus den verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Leider hat mir am Ende bzw. am Anfang des Buches ein Hinweis zur „Nummer gegen Kummer“ oder einer anderen Anlaufstelle für Opfer von Mobbing gefehlt.

Auch der Zusammenhang zur titelgebenden Göttin Aphrodite ist für meinen Geschmack nicht genug herausgearbeitet. Positiv fand ich die Entwicklung der Hauptprotagonisten, insbesondere von Simon Peick, der sich vom Frauenheld hin zum Familienvater wandelt. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Lesen gehofft hatte, etwas Dreck aufs Peicks weißer Weste zu entdecken.

 Fazit: Ein spannender Thriller zu einem leider sehr aktuellen Thema.

4 Sterne



Samstag, 9. Dezember 2023

Weltgeschichte - Weg in die Dunkelheit. Der Erste Weltkrieg von Dominic Sandbrook - Rezension

An einem Sommermorgen im Jahr 1914 verändert ein junger Mann namens Gavrilo Princip die Weltgeschichte unwiderruflich. Mit der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie in Sarajevo leitet er eine düstere Ära ein, die Millionen von Menschenleben fordert und das Ende der Kaiserreiche Deutschland, Russland und Österreich besiegelt.

Während des Ersten Weltkriegs wird der junge Yves Zeuge der Invasion Frankreichs. Die Krankenschwester Edith Cavell riskiert ihr Leben, um verwundete Soldaten zu verstecken. J.R.R. Tolkien, der später als Autor von u.a. "Herr der Ringe" Berühmtheit erlangt, kämpft in den Schützengräben an der Somme. Alice Lines, ein Kindermädchen, überlebt einen U-Boot-Angriff, während der britische Soldat Henry Williamson ein unvergessliches Weihnachtsfest mit deutschen Soldaten jenseits der feindlichen Linien feiert. Und schließlich erlangt Manfred von Richthofen als ‘Roter Baron’ Berühmtheit bei Freund und Feind.
Das Buch "Weltgeschichte - Weg in die Dunkelheit. Der Erste Weltkrieg" von Dominic Sandbrook beschreibt die Schrecken des Ersten Weltkriegs unheimlich fesselnd. Es wird nichts verschönt. Stellenweise hat mir aber manch eine Glorifizierung des Krieges bzw. der „Heldenfiguren“ nicht gefallen. Das vom Verlag empfohlene Alter für das Buch liegt bei 10 Jahren, was ich so nicht unterschreiben würde, da manche Szenen in meinen Augen sehr heftig sind und die gesamte Thematik doch komplexer ist, als das Buch es darstellt. Das Buch ist aber ideal, um einen Überblick der Jahre von 1914 bis 1918 zu erhalten. Was diesem Buch aber fehlt, sind Kartenausschnitte der einzelnen Kapitel.

Fazit: Ein interessantes Buch, dass einen tollen überblick über die Schrecken des Ersten Weltkriegs liefert

4,5 Sterne