Freitag, 18. Februar 2022

Odins jüngster Sohn: Das Schiff von Uta Pfützner - Rezensionsexemplar

Die Welt von Dominik steht plötzlich Kopf, als er mit seiner Familie nach Oslo zieht. Dort lernt er nicht nur die schöne Helke kennen, sondern kommt auch mit einer eingeschworenen Gemeinschaft in Berührung, die ein Leben nach altem Wikingerbrauch führt. Sofort ist Dominik Feuer und Flamme, als die Wikinger-Gemeinschaft dann auch noch zusammen ein altes Wikingerschiff bauen will, scheint sein Glück perfekt. Doch seltsame Träume suchen Dominik heim und er stellt sich die Frage, ob seine Träume im Zusammenhang mit seinen neuen Freunden stehen.


Das Buch „Odins jüngster Sohn: Das Schiff“ von Uta Pfützner kommt ohne Gewalt aus, was uns zeigt, dass Wikinger mehr sind als eine brutale Bande, welche raubend und mordend durch die Welt zieht. Im Buch spielt die Gemeinschaft einen sehr große Rolle, sei es beim gemeinsamen Schiffsbau oder beim gemütlichen Zusammensitzen. Das Buch lässt sich zwar flüssig lesen, was an der klaren Sprache liegt. Zwischenzeitlich hätte ich mir aber mehr Unterkapitel gewünscht, um die Geschichte etwas zu entzerren, da in den Kapiteln schon recht viel passiert. Als Leser hätte ich mir mehr „Fantasy“-Elemente gewünscht, da das Buch auch als solches beworben und angeboten wird.

Die Szenen, die in der Dorfgemeinschaft spielen, sind sehr schön beschrieben. Man bekommt richtig Lust darauf ein Teil dieser eingeschworenen Gemeinschaft zu werden, daher hätte ich mir mehr von solchen Szenen gewünscht.

Ein Vorwissen zur nordischen Mythologie ist nicht nötig, aber um die kleinen verstecken Hinweise bzw. die Geschehnisse besser verstehen zu können, macht das Buch mit entsprechendem Vorwissen mehr Spaß.

Fazit: ehrliche, sprachliche Handwerkskunst trifft auf alten Wikingerglauben. Ein toller Roman über Wikinger in unserer Zeit, Fantasy-Fans könnten vielleicht enttäuscht werden.

Das Buch ist der erste Band einer Triologie.

3,5 von 5 Sternen



Donnerstag, 17. Februar 2022

Der Herzgräber von Jen Williams - Rezension

Heather Evans regelt den Nachlass ihrer Mutter, dabei entdeckt sie stapelweise Briefe von Michael Reave, einem bekannten, verurteilten Serienmörder. Michael Reave hat zahlreiche junge Frauen getötet und sitzt seit 20 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Als erneut junge Frauen tot aufgefunden werden und die Details der Verbrechen an Michael Reaves erinnern, entschließen sich Heather und Detective Ben Parker zu einem drastischen Schritt, Heather soll mit dem verurteilten Serienmörder reden, doch Michael Reave gibt nur kryptische Antworten in Form von Märchen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Anfangs war ich sehr gespannt auf das Buch, leider ist meine anfängliche Freude schnell verflogen. Die Protagonisten sind alle recht naiv, allen voran Heather. Heather wirkte in vielen Situationen überfordert, naiv und handelt völlig unlogisch. Auch die Polizeiarbeit basiert mehr auf Zufall als auf „Ermittlungsarbeit“. Eigentlich spielt die Polizei hier nur eine Nebenhandlung, dies hat ich sehr geärgert, weil die Story richtig viel Potential hat. Die brutalen Szenen waren sehr detailliert beschrieben, aber das war es auch schon. Positiv fand ich etwas über die Vergangenheit von Michael Reave zu erfahren.

Fazit: Die Story hätte richtig gut werden können, aber mit der Protagonistin und der Story wurde ich nicht wirklich warm. Wirklich schade, ich hatte mir mehr erhofft.

3 Sterne



Mittwoch, 16. Februar 2022

Heute beim #MännerMitBuchMittwoch das Thema: unbeendete Buchreihen

Heute beim #MännerMitBuchMittwoch das Thema: unbeendete Buchreihen.

Die Serie rund um "Handyman Jack" von F.Paul Wilson besteht aus 17 Bände, leider sind bis jetzt nur 13 Bücher ins Deutsche übersetzt.







Dienstag, 15. Februar 2022

Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern von Yves Bossart - Meinung

Seit über zweitausend Jahren versucht die Philosophie anhand von Gedankenspielen, Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens zu finden. Das Buch „Ohne Heute gäbe es Morgen kein Gestern“ von Yves Bossart stellt ein paar dieser Gedankenexperimente ausführlich vor und lädt den Leser dazu ein, diese Fragen zu beantworten. Hier ein Beispiel: Wenn ich mein Gehirn mit dem meines Nachbarn tausche – wer wohnt dann wo?

Fazit: Gedankenspiele machen Spaß und sind interessant, Ich hätte mir gerne mehr Gedankenspiele und weniger das drum herum gewünscht, wobei auch das stellenweise interessant war. Aufgrund der „geringen“ Seitenanzahl kann der Autor nicht tiefer in die Materie einsteigen, aber es ist ein nettes Buch für zwischendurch



Montag, 14. Februar 2022

Simulation: Die perfekte Illusion - Die perfekte Droge von Matthias Clostermann - Rezension

Alex Stein ist Computerspiele-Entwickler, sein neuestes Projekt „MUTTER“ soll die Welt, wie wir sie kennen, für immer verändern. Künstliche Intelligenz gepaart mit dem menschlichen Nervensystems soll der neueste Schrei werden. Der Prototyp erzeugt eine Virtuelle Realität, die vom realen Leben kaum zu unterscheiden ist, denn es werden alle Sinne angesprochen und alle Sehnsüchte erfüllt. Mit der Zeit werden die Simulationen immer ausgereifter, doch die Sache hat einen Haken, sein Privatleben liegt in Scherben. Alex merkt viel zu spät, dass eine Erfindung kein Spiel mehr ist.

Selten war ich bei einem Buch so hin und her gerissen. Das Setting fand ich sehr interessant und stellenweise hat mich das Buch echt gefesselt und doch habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Erwartet hatte ich ein Buch, wo der Leser raten muss, was real ist und was Simulation, dies ist aber nicht der Fall. Das Buch lässt sich flüssig lesen, es ist interessant mit Alex in die Simulation einzusteigen, aber der Name des Programms hat mich beim Lesen mehr als gestört. Die Sprache ist modern und einfach gehalten. Das Ende fand ich etwas überspitzt dargestellt, auch hätte ich gerne mehr über die Auswirkungen vom Programm „MUTTER“ auf die Menschheit erfahren.

3 Sterne



Mittwoch, 12. Januar 2022

Heute beim #MännerMitBuchMittwoch - Winterbuch - Welche Lektüre ist perfekt für die kalte Jahreszeit?

KRYONIUM - Die Experimente der Erinnerung von Matthias A. K. Zimmermann


Inhalt:

Gefangen an einem unbekannten Ort, schmiedet der anonyme Erzähler heimlich Fluchtpläne. Doch wieso hat er keine Erinnerungen daran, wie er in das Schloss gekommen ist? Mit jedem Tag wächst sein Verlangen auszubrechen. Doch draußen im Wald lauern nicht nur Ungeheuer und Fabelwesen, sondern zusätzlich auch noch eine alte Hexe. Mit der Zeit lernt der Protagonist, dass die Realität nicht das ist, was sie zu sein scheint.

Was passiert, wenn ein Autor es schafft, den Leser so an sein Buch zu fesseln, dass der Leser einfach wissen will, was als nächstes geschieht.Dieses Buch ist nicht, und zwar definitiv nicht das, was man sonst liest. Perfekt für die kalte Jahreszeit.




Dienstag, 11. Januar 2022

Der Dämon in den Dünen von G.S.Foster - Rezension

Capitan Nicholas Sanders ist ein amerikanischer Kriegsheld, jedenfalls aus der Sicht des US Militärs. Nick will seine Memoiren schreiben, da er aber Soldat und kein Autor ist, soll Penny Archer als Ghostwriterin dies für ihn erledigen. Zusammen mit ein paar weiteren Reportern macht sie sich auf den Weg nach Babylon, einen fast vergessenen US-Außenposten mitten in der Wüste, wo Nick Sanders das Kommando hat. Zwischen korrupten Ex-Soldaten, einem Dämon, der auf Rache aus ist und gewissenlosen Reportern versucht Penny mehr über Captain Nick Sanders und sein Leben zu erfahren.

 
„Der Dämon in den Dünen“ ist der zweite Band um die sympathische Ghostwriterin Penny Archer. Positiv hat mir der Action Anteil gefallen, Wüste, Militär, korrupte Ex-Soldaten, ich dachte stellenweise, jeden Moment kommt Jack Reacher vorbei, aber auch ohne Jack Reacher ist das Buch sehr spannend. G.S Forster schafft es die Geschichte glaubhaft zu erzählen, auch das Schicksal des krisengebeutelten Landes und der dort lebenden Menschen wirken sehr real. Ebenfalls das actionreiche Tempo fand ich klasse, als Leser hat man keine Verschnaufpause, denn die Story treibt einen beim Lesen voran, wie ein plötzlich auftauchender Wüstensturm. Nun aber zum Dämon, leider muss ich sagen, dass das Schicksal der Menschen greifbarer und damit auch beängstigender war als der Teil mit dem Dämon. Der Dämon wirkte ein wenig „blass“ und ein wenig zu einfach gestrickt, gerne hätte ich mehr über den Dämon und seine Geschichte erfahren. Das Buch ist voller „typischer Stereotypen“, was aber nicht  unbedingt schlecht war, nur bei manch einer Figur hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Auch Penny war für meinem Geschmack etwas zu „naiv“.

 
ACHTUNG SPOILER: Die Liebesgeschichte mit Nick fand ich zu überzogen. Der halbe Außenposten stürzt zusammen und Nick und Penny landen im Bett…
 

Fazit: Penny Archer ist zurück. Vom Setting her fand ich die Geschichte sehr interessant und spannend. Band 1 hat mir zwar besser gefallen, was die Horrorelemente und die Geschichte dahinter betrifft, aber Band zwei war actionreicher.

4 von 5 Sterne



Mittwoch, 5. Januar 2022

Heute beim #MännerMitBuchMittwoch pro Buch ein Kontinent / Land

Einer meiner Vorsätze für 2021 war, dieses Jahr literarisch zu verreisen und bewusst Bücher zu lesen, die in einem anderen Land oder zu einer anderen Zeit spielen. Hier eine kleine Auswahl meiner Reiseziele

"Der kleine Kaiser ist zurück"von Romain Puértolas - Frankreich

"Leben im Kaiserreich: Deutschland um 1900" - Deutschland

"Marrakensch" von Prof.Dr. Jalid Sehouli. - Marroko

"Thor" von Wolfgang Hohlbein - Skandinavien

"300" von Frank Miller - Griechenland

"Das Mädchen, das eine Wolke so groß wie den Eifelturm verschluckte" von Romain Puértolas - Frankreich

"Das Licht in dir ist Dunkelheit"  von Marc Voltenauer - Schweiz

 "Die letzte Plage" von F.Paul Wilson und Sarah Pinborough - England

Meine Geschichte: 50 Erinnerungen aus fünfzig Jahren im Dienste der Nation" von Mohammed bin Rashid Al Maktoum - Vereinigte Arabische Emirate

Quality Time von Milka Housiainen - Finnland



Mittwoch, 29. Dezember 2021

Kleine Engel von Daniel Kohlhaas - Rezension

Eigentlich ist der Fall der kleinen Lilli klar, ein todkrankes Mädchen, das ihr Leben selber beendet hat, weil sie nicht mehr leiden wollte, doch entspricht das der Wahrheit? Kommissar Simon Winter ist skeptisch, selbst als seine Kollegen und Vorgesetzten den Fall bald als Suizid zu den Akten legen, will er weiter ermitteln, trotz jeden Widerstandes und trotz seiner Vergangenheit. Bei einer Veranstaltung lernt er die attraktiven Nadja Bergendahl kennen. Nadja betreibt einen True Crime Podcast, das ungleiche Duo ermittelt zusammen, doch über allen steht die Frage: War es wirklich Mord oder eine Erlösung für die Kinder.

Zuerst möchte ich eine Trigger Warnung aussprechen. Das Thema Suizid und Kinderhospitz ist sicher nicht für jeden geeignet .Ich persönlich hatte das Problem, mich auf das Thema einzulassen, ich bin Papa einer 1 Jährigen Tochter und alleine der Gedanke sie zu verlieren, trieb mir Tränen in die Augen. Das Buch ist spannend geschrieben und macht Lust auf einen zweiten Band, da leider nicht alle Fragen geklärt werden ( alleine bei Winters Vergangenheit gibt es noch so viel zu entdecken). Wenn ich mir vorstelle, das es sich um einen Debütroman handelt, kann ich nur meinen Hut ziehen (wenn ich einen tragen würde). Der Autor ist der Gewinner der Thriller-Schule von Sebastian Fitzek und hat genau das, was mir bei manch einen Fitzek Buch fehlt, die Bodenständigkeit. Wenn der Schüler den Meister übertrumpft.

Fazit: Ein spannendes Buch bis zur letzten Seite, schade, dass nicht alle Fragen geklärt werden
 

4 von 5 Sterne



Montag, 20. Dezember 2021

Cujo von Stephen King - Rezension

Der schon recht alte, liebenswürdige Bernhardiner Cujo ist in ganz Castle Rock bekannt. Eines Tages wird er von einer Fledermaus mit Tollwut infiziert, aus dem liebenswerten Hund wird ein tödliches Monster. Doch der tollwütige Bernhardiner ist nicht der einzige Schrecken der Castle Rock heimsucht.

Stephen King braucht nicht viel um uns das Fürchten zu lehren, ein liegengebliebener Wagen, ein tollwütiger 200 Kg Hund, eine Mutter und ihr Sohn und ein paar heiße Sonnentage, die das Auto von Stunde zu Stunde mehr aufheizen. Obwohl ein wir einen Großteil der Geschichte bei Donna und ihrem Sohn Tad in deren Wagen verbringen, wird es zu keinem Zeitpunkt langweilt. Denn wärenddessen die beiden um ihr Leben kämpfen, kämpft Vic, Donnas Mann, um einen wichtigen Werbedeal beim Cornflakes-Hersteller 'Sharp“. Das Buch „Cujo“ ist das ideale Buch, für alle die noch kein Buch vom Meister des Horrors gelesen haben und nichts mit übernatürlichen Dingen anfangen können. Besonders haben mir die Passagen aus der Sicht von Cujo gefallen.

Fazit: Ein liegengebliebenes Auto und ein tollwütiger Hund, mehr braucht es nicht für ein erstklassiges Horrorbuch