Buchrezension: Der Idiot von Fjodor Dostojewski

Fürst Myschkin kehrt nach einer langjährigen Behandlung seiner Epilepsie nach Russland zurück. Dort trifft der naive Fürst auf eine selbstverliebte Gesellschaft und eine Frau, die die feine Gesellschaft von St. Petersburg in ihren Bann zieht.

Das Wort "Idiot" dient hier nicht als Schimpfwort. Es soll eher die Fremdheit des Fürsten gegenüber der Gesellschaft aufzeigen, die nur aus Geldgier, Eitelkeit und Intrigen zu bestehen vermag.
Ich hatte beim Lesen große Schwierigkeiten mit den vielen Namen, auch hatte ich mir mehr Handlung erhofft. Einzig zum Ende hin kommt es zu einem großen Knall und Spannung. Auch wirkt der Roman stellenweise etwas chaotisch.

Interessant war zu sehen, wie Myschkin versucht, seinen Platz in der Petersburger Gesellschaft zu finden, wird von dieser aber nicht wirklich akzeptiert und letztendlich vernichtet.

Kurzum kann man sagen, Dostojewski hat versucht, eine zutiefst zerrüttete Welt zu zeigen, in der Menschen, die nie gelernt haben zu betrügen und ein sanftes Gemüt haben, untergehen.
 

Fazit

Hat das radikal Gute in dieser Welt einen Platz? In St. Petersburg, das Dostojewski in diesem Werk entworfen hat, eher weniger. Der reine Geist des Fürsten Myschkin wird zwar nicht verdorben, aber er zerbricht an der Gesellschaft.


Buchrezension: Der Idiot von Fjodor Dostojewski vor einer Buchwand


 
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