Buchrezension: Sherlock Holmes und das Phantom der Oper von Nicholas Meyer

Nicolas Meyer verbindet hier zwei der bedeutendsten Mythen des 19. Jahrhunderts. Die rationalistische Detektivwelt des Arthur Conan Doyles trifft auf den romantischen Schauerroman von Gaston Leroux "Das Phantom der Oper." Der Roman ist als dritter Band der fiktiven Reihe "Aus den Memoiren von John H. Watson" angelegt und spielt in der Zeit, nachdem Sherlock Holmes am Reichenbach-Fall vermeintlich zu Tode kommt.

Inhalt

Im Jahr 1891 geschehen unerklärliche Dinge an der Pariser Oper.

Ein Phantom treibt sein Unwesen, es passieren merkwürdige Unfälle, Erpresserbriefe tauchen aus dem Nichts auf und dann wird auch noch eine Leiche gefunden. Der norwegische Geiger Sigerson nimmt sich der Sache an und gibt sich es als Londoner Polizist Lestrade aus. Doch hinter der Fassade des undercover ermittelten Geigers versteckt sich kein geringerer als Sherlock Holmes. Das Duell beginnt.

Meinung

Ich lese inzwischen gerne Pastiches von Sherlock Holmes, auch die Werke von Nicolas Meyer haben mir bisher immer gefallen, leider konnte dieses Werk mit den beiden anderen Werken von Nicolas Meyer, die bis jetzt auf deutsch erschienen sind, nicht mithalten. Die Geschichte liest sich wie eine to Do Liste, die der Autor unbedingt abhaken musste, dabei hätte das Treffen der beiden literarisch Figuren soviel Potential gehabt. Die Genialität von Holmes kommt hier leider nicht zur Geltung, Holmes agiert nicht, er reagiert nur. Auch das Setting in den Katerkomben der Pariser Oper kommt nicht richtig zu Geltung, gute Grundideen werden nicht zu Ende gedacht.

Fazit

Leider wurde hier enorm viel Potential verschenkt. Wer als Holmes Fan die Geschichtete nicht liest, wird nicht viel verpassen.

Nicholas Meyer "Sherlock Holmes und das Phantom der Oper bei Sarahs Lesereise

Sherlock Holmes und das Phantom der Oper von Nicholas Meyer Buchcover Bastei Lübbe vor einem Bücherregal



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